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Fällt der Besenstil herunter?

Schwierigkeitsgrad: Mittel

Materie und Kräfte

Du brauchst:
1 Besenstiel oder 1 anderen langen Stab

Was passiert?
Vielleicht hast du gedacht, der Besenstiel wird auf einer Seite hinunterfallen? Der Besenstiel fällt aber nicht, sondern gleitet abwechselnd über die eine und über die andere Hand! Zunächst rutscht eine Hand unten am Besenstiel entlang. Die Hand, die zunächst am Besenstiel entlang gleitet, bleibt plötzlich „stecken“ und der Besenstiel beginnt, über die andere Hand zu gleiten. Aber auch diese Hand bleibt irgendwann am Besenstiel „haften“, und er gleitet wieder über die erste Hand. Dieses Hin und Her geht so lange, bis die Hände beisammen sind. Sie treffen ungefähr in der Mitte des Besenstiels zusammen.

Warum ist das so?
Wenn du den Besenstiel auflegst, ist meist eine Hand der Mitte des Besenstiels näher als die andere. Ungefähr in der Mitte des Stabes liegt der so genannte Schwerpunkt. Auf der Hand, die weiter vom Schwerpunkt entfernt ist, lastet weniger Gewicht. Deshalb „haften“ Besenstiel und Finger dort weniger aneinander, und der Besenstiel gleitet zuerst über diese Hand. Irgendwann ist die sich bewegende Hand dann näher am Schwerpunkt als die bis dahin ruhige Hand. Dann tauschen die beiden Hände die Rollen. Der Besenstiel gleitet so lange abwechselnd mal über die eine, mal über die andere Hand, bis beide Hände am Schwerpunkt angelangt sind.

Wo brauche ich das?
Jeder Körper hat einen Schwerpunkt. Auch du hast einen Schwerpunkt. Wenn du gerade stehst, ruht dein Gewicht gleichmäßig über beiden Füßen und dein Schwerpunkt ist in der Mitte. Wenn du losgehen willst, musst du dein Gewicht und damit deinen Schwerpunkt nach vorne verlagern.

Übrigens:
Versuch es mal mit einem ganzen Besen (mit Bürste)! Was passiert? Wo liegt bei diesem der Schwerpunkt?