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Warum stehen dir manchmal die Haare zu Berge?

Schwierigkeitsgrad: Leicht

Materie und Kräfte

Du brauchst:
Seidenpapier
1 Schere
1 Wolltuch (z.B. 1 Schal oder 1 Wollpullover)
2 Luftballons

Versuch mal!

 

1. Schneide aus dem Seidenpapier verschiedene kleine Formen aus.

 

2. Blas den Luftballon auf und knote ihn unten zu.

 

3. Rubble mit dem Wolltuch den Luftballon kräftig ab.

 

4. Nun halte den Luftballon über die ausgeschnittenen Papierformen.

 

5. Versuche nun, 2 Luftballons mit dem Wolltuch abzureiben und halte sie aneinander.

Was passiert?
Die Seidenpapierschnipsel springen auf den Luftballon, wenn du ihn über sie hältst, und bleiben dort "kleben“. Einige fallen auch wieder runter. Die beiden Luftballone weichen einander aus, sie stoßen einander ab.

Warum ist das so?
Jeder Gegenstand hat von Natur aus positive (+) und negative (-) Ladungen. Die positiven und negativen Ladungen sind normalerweise im Gleichgewicht. Durch das Reiben am Wolltuch wird das Gleichgewicht der Ladungen im Luftballon gestört, es entsteht elektrische Spannung. Der Luftballon wird negativ aufgeladen. Weil positive und negative Ladungen einander anziehen, kann der Luftballon nun die positiven Ladungen in den Papier-Schnipseln anziehen und sie hochheben.
Die beiden Luftballons sind nach dem Reiben mit dem Wolltuch beide negativ geladen. Zwei negativ geladene (ebenso wie zwei positiv geladene) Dinge stoßen einander ab - wie du an den Luftballons sehen kannst.

Wo brauche ich das?
Auch wenn du z.B. einen Wollpullover anziehst, entstehen elektrische Spannungen. Deine Haare knistern, bleiben am Pullover „kleben“ und werden ganz zerzaust. Sie stehen in alle Richtungen ab, weil sie nun elektrisch gleich geladen sind und einander abstoßen.

Übrigens:
Auch zwischen Himmel und Ede gibt es elektrische Spannungen. Wenn die Spannung zwischen den Wolken (positiv geladen) und der Erde (negativ geladen) sehr groß ist, kommt es zu einem „Kurzschluss“. Diesen sehen wir als Blitz.