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Wie kannst du unter Wasser trocken bleiben?

Schwierigkeitsgrad: Leicht

Materie und Kräfte

Du brauchst:
1 große Schüssel mit Wasser
1 Glas
1 Teelicht
1 Blatt Papier
Schere

Versuch Mal!

Was passiert?
Befindet sich die Tauchglocke am Grund der Schüssel, siehst du, dass das Glas nicht bis oben hin mit Wasser gefüllt ist. Offenbar ist im Glas noch etwas anderes, so dass deine Taucherin/dein Taucher die Reise übersteht, ohne nass zu werden!

Warum ist das so?
Bevor du das Glas über das Boot stülpst, befindet sich darin natürlich nicht „nichts“, sondern Luft!
Luft ist ein Gas, und obwohl man es nicht sehen kann, braucht es trotzdem Platz. Wenn du das Glas gerade nach unten eintauchst, kann die Luft nicht entweichen. Sie bleibt im Glas und besetzt auch unter Wasser noch Platz, den das Wasser nicht einnehmen kann. Das Glas kann sich nicht mit Wasser füllen. So wird der Papiertaucher nicht nass! Für Menschen ist es auf die Weise sogar möglich, unter Wasser zu atmen!

Wo brauche ich das?
Offene Tauchglocken, wie das Glas im Experiment, werden tatsächlich seit einigen hundert Jahren für Tauchgänge in flachen Gewässern eingesetzt. Moderne Tauchglocken sind heutzutage meistens geschlossen, außerdem gibt es Leitungen, die die Taucherinnen/die Taucher mit Sauerstoff versorgen und dafür sorgen, dass im Inneren der gewünschte Luftdruck herrscht.

Übrigens:
Bereits von über 2000 Jahren hat der griechische Gelehrte Aristoteles das Prinzip der Tauchglocke beschrieben. Dieses Wissen geriet jedoch in Vergessenheit. Erst um 1500 wurden in Europa die ersten Tauchglocken gebaut und verwendet.