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Wohin verschwindet der Zucker im Wasser?

Schwierigkeitsgrad: mittel

Materie und Kräfte

Warum ist das so?

Wasser und Zucker bestehen aus kleinsten Teilchen, den Molekülen, die du mit freiem Auge nicht mehr beobachten kannst.
Gibt man Zucker in Wasser, entsteht eine sogenannte „Lösung“ (eine Zuckerlösung). In einer Lösung sind die Moleküle der beiden Stoffe, die man vermischt, immer gleichmäßig verteilt.
Wenn du einen Zuckerwürfel auf den Teller mit Wasser setzt, zerfällt er in Zuckermoleküle. Rund um den Zuckerwürfel befinden sich anfangs sehr, sehr viele Zuckermoleküle im Wasser. In der Mitte des Tellers hingegen sind noch keine Zuckerteilchen, sondern nur Wassermoleküle. Dieses Ungleichgewicht wird nun ausgeglichen, indem sich die Zuckermoleküle sehr schnell zwischen den Wassermolekülen verteilen. Gelangen sie in einen Bereich des Tellers, in dem bereits viele Zuckerteilchen sind, so wandern sie nur mehr sehr langsam weiter. Das kannst du gut mit den gefärbten Zuckerwürfeln beobachten. Am Ende sind die Zuckermoleküle überall am Teller gleichmäßig verteilt – es ist eine Zuckerlösung entstanden.

Wo brauche ich das?

Im Alltag spielen chemische Lösungen eine große Rolle. Zuckerlösungen versüßen Speisen und Getränke, in Wasser gelöstes Salz hilft beim Kochen. Auch Meerwasser ist eine Lösung aus Salz und Wasser. In unserem Körper ist Wasser ebenfalls ein wichtiges Lösungsmittel. Viele Nährstoffe, die wir über die Nahrung zu uns nehmen, müssen sich gut in Wasser lösen, damit wir sie aufnehmen können.

Übrigens:

Der Vorgang, der zu einer gleichmäßigen Verteilung von Teilchen führt, nennen Wissenschafterinnen und Wissenschafter „Diffusion“.